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Verdi Requiem 22. u. 23.10.2016Von Schmerz und Hoffnung 
Keno Weber zelebriert mit drei Chören Verdis Requiem in der Markuskirche
VON MICHAEL MEYER-FRERICHS (HAZ, 24. Okt. 2016)

Verdis Requiem mit einem Laienchor auf die Bühne zu bringen ist ein heikles Unterfangen. Meist scheitert es schon an der Besetzungsstärke des Chores oder an der Finanzierbarkeit des Orchesters. Wie gut, dass Keno Weber drei von ihm geleitete Chöre für dieses Projekt zusammengebracht hat. 

 zum Artikel aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

 

Handel Solomon 12.06.2016Georg Friedrich Händel "Solomon" 
Abschlusskonzert der Chortage Hannover gemeinsam mit Bachchor und Capella St. Crucis Hannover
 

Absoluter Höhepunkt der CHORTAGE HANNOVER 2016 war die Aufführung von Georg Freidrich Händels Solomon in englischer Sprache. 

 zum Artikel aus "Der Chor" Sonderausgabe 2016 aus DER CHOR, Quelle: chortage-hannover.de.

Foto des Chores, Quelle: chortage-hannover.de.

 

Carmina Burana 18.10.2014 Sturm der Begeisterung
Orffs „Carmina Burana“ im NDR-Sendesaal
VON LUDOLF BAUCKE (HAZ, 20. Okt. 2014)

Der logistische Aufwand war immens: Auf Einladung der Hannoverschen Orchestervereinigung gastierten gleich vier Chöre gemeinsam mit den Instrumentalisten im ausverkauften großen NDR-Sendesaal mit Carl Orffs „Carmina Burana“.

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Carmina Burana 05.10.2014Dynamische Kontraste und Mut zum Pathos
VON RAINER SLIEPEN (Wolfenbütteler Zeitung 07. Okt. 2014)

St. Trinitatis platzt aus allen Nähten. Die Konzertveranstalter hatten mit der Orchestervereinigung und dem Oratorienchor Hannover, der Kantorei St. Marien Wolfenbüttel, dem Konzertchor Clazz und dem Kinderchor der Hochschule für Musik Hannover einen riesigen Apparat aufgeboten. Für den Publikumsmagneten „Carmina Burana“ von Carl Off der richtige Zuschnitt.

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Proms 13.09.201410 500 Besucher erleben bei den NDR-Proms ein Musikspektakel im Kuppelsaal und im Stadtpark
VON JUTTA RINAS (HAZ, 15. Sep. 2014)

Was für eine Szene! Was für ein sprechendes Bild! „Rule, Britannia!“: Inbrünstig schmettert das Puplikum im hannoverschen Kuppelsaal den Refrain jenes berühmten Stückes von Thomas Augustine Arne von 1740, das als heimliche englische Nationalhymne gilt.

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Konzert 14.12.2013 Chorkonzerte in der Markt- und der Markuskirche
VON LUDOLF BAUCKE (HAZ, 16. Dez 2013)

Festliche Klänge wehen zum Jahresende durch die Kirchenschilfe. Bachs Weihnachtsoratorium mit sechs Kantaten hat Hochkonjunktur. Seltener wird Händels „Messias" aufgelegt. Die Fülle der Weihnachtslieder in Sätzen aus alter und neuer Zeit animiert Chöre und Kantoreien. Hannovers Kirchenmusik färbt vor Weihnachten das schillernde Bild einer Chorstadt. Diese aber lebt bei Weitem nicht nur von Wiederholungen, sondern profiliert sich mit unterschiedlich besetzten Ensembles und vor allem individuell gestalteten Programmen. So sang am dritten Advent der Mädchenchor Hannover in der gut besuchten Marktkirche und punktete mit erstaunlichen Leistungen des mit Liedern von Bohuslav Martinu bestens aufgelegten Nachwuchschores sowie kleiner solistischer Gruppen und des staunenswert professionell agierenden Konzertchores. Gleich ob eine Messe von Michael Haydn geschmeidig angestimmt oder Benjamin Brittens apart von der Harfe (Teresa Zimmermann) angereicherte „Ceremony of Carols" vorgetragen wurden - das Publikum zeigte sich so spontan begeistert, dass es am liebsten nach jedem Stück applaudiert hätte.

Hannoverscher Oratorienchor mit Spohr und Hindemith
VON AGENS BECKMANN (HAZ zum Konzert am 3. Nov. 2013)

Die Begriffe ungewöhnlich und ausgefallen können den Werken, die der Hannoversche Oratorienchor in der Markuskirche präsentiert, auf jeden Fall attestiert werden. Zudem sind die Stücke eigenwillig angeordnet. Louis Spohrs gemäßigtes Oratorium „Die letzten Dinge“ wird quasi aufgebrochen durch die zwischen dem ersten und zweiten Teil eingefügten Sätze aus der Paul-Hindemith-Kantate „Appareberit repentina dies“. Danach, so die Intention von Dirigent Stefan Vanselow, werde man den zweiten Teil des Oratoriums anders hören.

„Der fliegende Holländer“ mit der NDR Radiophilharmonie

VON STEFAN ARNDT (HAZ zum Konzert 22. Sept. 2013)

Da muss der große Alte auf seinem Stuhl in der Bühnenecke doch einmal anerkennend mit dem Kopf nicken. So musikalisch gestaltet hat selbst Matti Salminen den Auftrittsmonolog des Holländer noch nicht oft gehört. Der finnische Bassist hat als Daland gerade seinen Steuermann abgefertigt und verfolgt nun von der Seite das Geschehen im hannoverschen Kuppelsaal. Die NDR Radiophilharmonie startet hier mit einem spektakulären Konzert in die Saison: eine konzertante Aufführung von Wagners „Fliegenden Holländer“ mit Weltklassebesetzung.

Oratorienchor in der Neustädter Hof- und Stadtkirche
VON LUDOLF BAUCKE (HAZ, 22. Apr. 2013 )

Die Wege zu künstlerischem Profil sind vielfältig. Einen davon, das sorgfältig gestaltete Programm, wählten der Hannoverscher Oratorienchor und sein seit dem vergangenen Jahr arbeitender Leiter Stefan Vanselow. Sie schlugen mit ihrem gut besuchten Konzert in der Neustädter Hof- und Stadtkirche den Bogen von Johann Sebastian Bach ins Baltikum und verknüpften die nur aus den Teilen Kyrie und Gloria bestehende G-Dur Messe des Thomaskantors mit der ganz anders gearteten Berliner Messe des aus Estland stammenden Arvo pärt. Es begegneten sich koloraturenreiche Chorpolyphonie und von synchronem Sprachduktus geleitete Akkordik. Der Chor war auf beide Aufgabefelder sehr gut vorbereitet worden. Bachs vertrackte Mehrstimmigkeit pulsierte, und Arvo Pärts schlichtere Akkordik ließ durch ihren stetigen Fluss aufhorchen. Auf Pomp wurde verzichtet. Das Sanctus klang ehrfürchtig und die eindringliche Friedensbitte im Agnus Dei so leise, dass der Applaus erst nach merklicher Pause einsetzte.

Die vier in der Bach-Messe geforderten Vokalsolisten profilierten die Musik mit stimmlicher Frische. Der Bassist Daniel Bacsinsky und der Tenor Sebastian Franz gaben sich vor allem koloraturenerprobt. Die Sopranistin Anna Bürk und die Altistin Anna-Dora Capitelli gestalteten das geschmeidige Domine Deus als anmutiges Duett. Mit von der Partie war die Hannoversche Hofkapelle - eigentlich ein barockerfahrenes Ensemble. Im Zusammenklang mit den Stimmen des Oratorienchors fiel jedoch auf, das die hohen Instrumente deutlich eleganter mit den Singstimmen harmonierten, während die als Generalbass agierenden beiden Violoncellistinnen und die Kontrabassistin eher eigenwillig und viel zu selten stimmkonform musizierten. Derartige Routine freilich verbot sich im instrumentalen Intermezzo. „Viatore" für elf Solostreicher des Letten Peteris Vasks war Neuland für die mit barocken Bögen spielenden Instrumentalisten, doch gerade das garantierte dem zwischen Stille und Bewegung, zwischen hohen und tiefen Registern schwebenden Musik viel Reiz. Vasks hat das Werk übrigens als Hommage für Arvo Pärt komponiert. Der Brückenschlag von Bach zu Pärt wurde überzeugend verwirklicht.

Der Hannoversche Oratorienchor in der Markuskirche
VON ANDRÉ MUMOT (HAZ, 30. Nov. 2009)

Wenn einem ein Chor zur Verfügung steht, der solch seidigsanften Wohlklang herzustellen weiß, kann man ihm auch getrost solch ein Stück auf den vielstimmigen Leib schneidern. Peter Francesco Marino, Leiter des Hannoverschen Oratoriencbores, hat das Gedicht „Der Tod, das ist die kühle Nacht" von Heinrich Heine vertont und damit „seinem" Ensemble Möglichkeit zum Glänzen gegeben. Von verhaltenen Streichern begleitet, lassen sich die Sängerinnen und Sänger ätherisch ins Jenseits forttreiben, machen das zehnminütige Werk zum ungebrochen Schwelgen in Tod und Verklärung.

„Oratorienchor Hannover trifft den Ton von Mozarts Totenmesse“
VON SYBILLE HEINE (Anzeiger für Burgdorf, 23. März 2009)

Burgdorf. Die Aufführung eines der schönsten oratorischen Kompositionen hat am Sonnabend mehr als 100 Musikliebhaber in die St-Pankratius-Kirche gelockt. Der Oratorienchor Hannover und Mitglieder des Niedersächsischen Staatsorchesters führten am vierten Fastensonntag, auch Todsonntag genannt, Mozarts Requiem auf.
Das Publikum erlebte einen flexibel agierenden, bestens präparierten Chor mit feinem Gespür für Dynamik, der den Raum zur Glanzentfaltung im Kyrie nutzte. Beim Confutatis und Lacrimosa verlor die Gestaltung etwas an Spannung. Umso konzentrierter begann der vierte Teil.

Hannoverscher Oratorienchor in der Markuskirche
VON LUDOLF BAUCKE (HAZ, 24. Nov. 2008)

Sie gedachten auch einer Sängerin, die bei dem Busunglück am 4. November auf der A2 ums Leben gekommen war: Eindringlich und ergreifend gestaltete der Hannoversche Oratorienchor zusammen mit der Hannoverschen Orchestervereinigung in der Markuskirche das Requiem von Luigi Cherubini. Das Werk erklang erst zum Abschluss des von Peter Marino geleiteten Gedenkkonzertes, doch wirkte in seiner Gesamtheit wesentlich stärker als zuvor Beethovens Egmont-Ouvertüre und die Missa canonica von Johannes Brahms. Cherubinis aus der Tiefe emporsteigende, zu Beginn des dramatischen "Dies irae!" mit einem einzigen Tamtamschlag aufrüttelnde und schließlich sanft endende Musik gehoben. Und zwar so gut, dass nicht nur ein dreiviertelstündiger Bogen gespannt, sondern auch Beethovens Wertschätzung bestätigt wurde. Es lohnte, dieses Requiem zu hören, und es lohnt für Laienchöre, sich regelmäßig von Luigi Cherubini inspirieren zu lassen."

Chor-Konzert in der Markuskirche
VON GERD BÖSENBERG (Evangelische Zeitung, Nov. 2008)

Der Hannoversche Oratorienchor gab am Vorabend zum Ewigkeitssonntag in der Markuskirche ein eindringliches, wenn auch etwas gemischtes Konzert mit dem Hauptstück, dem Requiem in c-Moll von Luigi Cherubini (1760 bis 1842). Der Komponist wurde in Florenz geboren, verbrachte aber fast sein ganzes Leben in Paris und wurde dort zuletzt Direktor des Pariser Konservatoriums. Hier entstand die Messe in c-Moll mit großem Orchester, aber ohne Solisten, 1816 als Auftragswerk zum Gedächtnis an König Ludwig XVI., der während der französischen Revolution unter der Guillotine den Tod gefunden hatte.

« Mit einem ergreifenden Konzert wurden die Herbsttage der jüdischen Musik eröffnet: Ministerpräsident Christian Wulf und Oberbürgermeister Stephan Weil erinnerten an die Bedeutung der jüdischen Kultur. »
VON HENNING QUEREN (Neue Presse, 11. Nov. 2008)

Bessere Musik hätte man nicht wählen können: Mit dem Schlusssatz aus Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie“ wurden gestern Abend die diesjährigen Herbsttage der jüdischen Musik im gut besuchten Kuppelsaal eröffnet. Thema: „Gedenken und Zuversicht“. Der NDR übertrug das Konzert live.

Herrenhausen Klassik

"Welch ein schöner Rahmen für den Abschluss des diesjährigen "Herrenhausen Klassik"-Reigens. Das Wetter verführte noch einmal zum Flanieren, das Galeriegebäude war nahezu ausverkauft, und das Publikum erlebte eine vom Hannoverschen Oratorienchor und dessen Dirigenten Peter Francesco Marino zwingend dargebotene Umsetzung von Carl Orffs "Carmina Burana".
(HAZ, 02. Sep. 2008)

Das will etwas heißen, denn schließlich reiht sich zwischen der Anfangs- und Schlusshymne "O Fortuna" und um das jammervolle Lied des "gebratenen Schwans" herum (gerade köstlich: Tenor Edgar Schäfer) ein Hit an den anderen.

Der Hannoversche Oratorienchor überzeugt in der Markuskirche Hannover mit Anton Bruckners selten zu hörender Messe in f-Moll
VON ANDRÉ MUMOT (HAZ, Nov. 2007)

Nicht erst am Schluss leuchtet hier die Transzendenz. In Bruckners großer Messe in f-Moll dominiert vom ersten kyrie an der Blick von oben, eine Art jenseitige Panoramaperspektive, in der sich auch die Gesangssolisten keine ariösen Alleingänge erlauben können - weil sie nur Teile sind im göttlichen Gesamtgetriebe, nur kurz hervorgehobene Stimmen in der großen Glaubenssinfonie für Chor und Orchester. Aber vielleicht erschüttert auch deshalb der Moment im "Credo" so sehr, wenn Tenor Jörg Eichler in stiller Verwebung mit der ersten Geige die Menschwerdung Christi bis zur kreuzigung dramatisiert, bei der sich dann majestätisch der Chor eingeschaltet und zur gleißenden Aufherstehung überleitet, in der sich die für Bruckner so typische ansteigende Streichereskalation entfaltet.